Fehlende Aufklärung prägt den Blick auf den weiblichen Körper
Shownotes
Warum fällt es vielen Frauen schwer, ihrem Körper zu vertrauen? Oft beginnt das mit fehlender Aufklärung. In dieser Folge erfährst Du, warum Zykluswissen, offene Gespräche und gemeinsame Verantwortung der Schlüssel zu mehr Selbstbestimmung sind.
➡️ und ich berichte aus einem Schulworkshop
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00:00:00: Herzlich willkommen bei natürlich Hormon frei und bei der sechsten Folge.
00:00:05: Heute starte ich doch mal mit einer Frage an dich, und ja beantworte die mal ehrlich!
00:00:12: Wie viel hast du eigentlich wirklich über deinen Zyklus gelernt?
00:00:17: Und ich meine da jetzt nicht Sätze wie einmal im Monat bekommt man seine Periode, nee sondern wie viel hast Du wirklich verstanden wie dein Zyklus den Körper funktioniert?
00:00:29: Denn ich glaube, dass genau hier unser größtes Problem beginnt.
00:00:37: Und wenn ich mir anschaue wie so viele Frauen mit ihrem Körper aufwachsen und umgehen dann wird ziemlich schnell klar wo das große Missverständnis eigentlich herkommt.
00:00:52: Denn ich sag halt jetzt mal so, wenn mir niemand erklärt wie mein Zyklus eigentlich funktioniert und ich stattdessen jahrelang zum Beispiel immer höre die Pille sei der sicherste Verhütungsmittel überhaupt.
00:01:04: Ja dann fehlt mir schlichtweg die Grundlage um überhaupt wirklich richtig für mich selber entscheiden zu können was passt?
00:01:10: Und das ist jetzt wie ich es schon mal gesagt habe kein Vorwurf an die einzelnen Menschen sondern das ist ein systematisches oder gesellschaftliches Problem von fehlender und oft auch einseitiger Aufklärung.
00:01:25: Ich meine wenn jetzt mal jeder zurück überlegt, wie war denn die Aufklärungen gewesen eigentlich in der Schule?
00:01:30: Wohnt zum Beispiel auch die ganzen Organe richtig benannt da fängt es ja auch schon an ne richtige Wörter, richtige Begriffe dafür zu verwenden.
00:01:40: ich meine alle Körperteile und Organe bei uns benennen wir mit richtigem Namen.
00:01:50: Nur in unserem Teambereich erfinden wir irgendwelche Verniedlichungen oder andere Wörter, das ist doch verrückt!
00:02:00: Ja und zusammengefasst der Kernpunkt von dem es etiert um Wissen über den eigenen Körper.
00:02:04: denn wie sollen begute Entscheidungen treffen wenn uns die Basis dafür nie richtig erklärt wurde?
00:02:11: Und letztens war übrigens in einer Grundschule Fünfte und sechste Klasse, so als, na ja sagen wir mal, Ergänzung zum Aufklärunterricht.
00:02:21: Und ich ... Ja, war wieder überrascht, erstaunt und auch erfreut zugleich wie viele Fragen da kamen.
00:02:30: Wie offen die Kinder waren, die Jungs und die Mädels beide gleich ne?
00:02:34: Weder Gruppen gleich!
00:02:36: Und ja, aus so am Rande übrigens, was ich schon oft beobachtet habe und total spannend finde ist dass die Kinder in dem Alter vierte, fünfte, sechste Klasse ja doch noch sehr offen sind und unbefangen also unbefangt so was die Interesse an den Körper betrifft.
00:02:56: Die sind auch wie soll ich sagen so neugierig auf die Welt Und das ist richtig schön.
00:03:01: Also das war ganz anders als wenn du irgendwie eine achte oder neunte Klasse hier ist und der Feedback von den Kids zeigt wieder mal eindeutig dass er total wichtig ist, dass die Schule sich damit auseinandersetzt.
00:03:20: Wie ist denn Aufklärung eigentlich richtig?
00:03:22: Genügt das was in Schulbüchern steht und sich gegebenenfalls fachliche Personal sozusagen von außerhalb zu holen, die diese Kompetenzen einfach mitbringen.
00:03:34: Denn ja dieser Feedback, diese Aha-Momente von den Kindern war dann halt wirklich so weit auch wie... Ja Sabrina, also so wie du uns jetzt hier erklärt hast und wie du das benannt hast, kennen wir alles nicht.
00:03:46: Das wurde uns so nicht gesagt und in unseren Schulbüchern steht sowas schon mal ja nicht drin.
00:03:51: Also nicht mal ansatzweise!
00:03:53: Und das ist doch so ein Moment wo ich mir denke ey schon krass dass die jetzt von diesem Workshop tatsächlich, ich sage es mal sogar mehr mitnehmen als das was sie ihren Büchern-Schulbücher irgendwie gelernt haben.
00:04:08: Und wenn wir das jetzt mal runterbrechen und ja die Erkenntnis tut auf der einen Seite auch hier ein schön weh, und ist auch traurig.
00:04:15: Kinder sind von Hause aus neugierig.
00:04:18: Jetzt sind sie neugiere gewesen doch ihnen wird oft nur die halbe Wahrheit oder gar keine Wahrheit geliefert.
00:04:28: und man so am Rande gerade bei dem Thema Aufklärung passiert auch ein Denkfehler Ein Denkfehlern zum Beispiel von den Eltern Zuhause, die denken ach na ja das wird schon in der Schule gemacht.
00:04:41: So dabei ist die Aufklärung nicht alleinige Schulsache Das ist ein Zusammenspiel, eine Zusammenarbeit.
00:04:50: Die Eltern betreiben die Aufklärungen sind dafür auch sogar verantwortlich und die Schule auch Und diese Konstruktion zusammen ergibt dann die Naja am besten Fall optimalste Aufklärungen Und noch so einen Denkfehler, den wir immer wieder begegnet.
00:05:07: Ja, nenne ich mal ein Beispiel.
00:05:08: Eine Mutter kam auf mich drauf zu und fragte mich du Sabrina wann ist denn eigentlich der richtige Zeitpunkt für Aufklärung?
00:05:16: Und da habe ich dann schon gemerkt dass sie so was wie einen festen Moment gesucht hat beziehungsweise den Startpunkt So nach dem Motto Jetzt beginnt die Aufklärungen jetzt suchen wir uns einmal in Termin Einmaligen und entsprechen wieder drüber und dann wird er abgehakt.
00:05:35: doch Das gibt es nicht.
00:05:37: Und so ist das auch nicht, ne?
00:05:38: Weil Aufklärung passiert ständig nebenbei im Alltag einfach so aus dem Moment heraus.
00:05:45: Denn Kinder stellen Fragen einfach so mitten im Leben!
00:05:49: Den kommt dann einfach so eine Danke auf und entsprechen sie aus.
00:05:52: Und oftmals genügt eine kurze knackige Antwort mit dem sie dann zufrieden sind.
00:05:57: Sie drehen sich dann um und gehen in ihr Zimmer und spielen zum Beispiel einfach weiter bis irgendwann der nächste Dank auftaucht.
00:06:04: also Damit will ich einfach sagen, Aufklärung ist kein fester Punkt, den ich dann abarbeite nach irgendwelchen Tagesordnungspunkten oder sowas.
00:06:14: Nein!
00:06:14: Das ist fortlaufend passiert immer wieder und außerdem machen wir Erwachsene uns das manchmal auch echt unnötig kompliziert sozusagen.
00:06:23: Ja, ich weiß es kommt doch immer drauf an Jeder bringt ja seine eigene Lerngeschichte mit.
00:06:28: wie kann man darüber reden etc.
00:06:30: pp.
00:06:31: Und was hat man selber für einen Wissen?
00:06:33: Ich gebe mal ein Beispiel rein, vielleicht ist das ja hilfreich für die eine oder andere Person.
00:06:38: Also wenn zum Beispiel ein fünfjähriges Kind fragt wie ein Baby entsteht dann braucht es keine detaillierte biologische Abfolge.
00:06:46: Es reicht erstmal etwas ganz einfaches und ehrliches.
00:06:50: Du pass auf.
00:06:51: also Frauen haben ja so ne Eizellen in ihrem Körper Und Männer haben Samenzellen und zusammen kann daraus neues Leben entstehen gar nicht mehr sein.
00:07:05: Und du kannst auch von dir alleine aus die Initiative ergreifen und einfach so im Alltag Aufklärung kinderleicht einfließen lassen.
00:07:15: als Beispiel ihr seid im Schwimmbad oder jetzt ist gerade Sommer draußen, ihr seid draußen im See.
00:07:20: dann kannst du zu deinem Kind sagen Du weißt du wenn du jetzt hier so im Wasser schwimmst so leicht und frei so ungefähr fühlt sich übrigens ein Baby im Bauch der Mutter an.
00:07:33: So ist einfach mal ein kleines Stückchen Aufklärung erfolgt.
00:07:38: Oder vielleicht könnt ihr euch gemeinsam auch die Ohren zuhalten und dann fragst du dein Kind, was es hört.
00:07:44: Und oftmals sagen die Kinder halt auch dass sie so einen Rauschen hören.
00:07:47: Wenn Sie das nicht sagen kannst Du ja vielleicht mal drauf hinweisen Hörst du da auch so einen Rauschen?
00:07:51: Das ist ja so Dein eigener Blutfluss Und genau so hast du das auch gehört als du bei mir noch im Bauch warst.
00:07:59: Also na das sind so kleine Dinge die man einfach einfliessen kann wo die Kinder etwas über den Körper lernen und mitnehmen können.
00:08:08: Und das sind wichtige Punkte, wichtige kleine Punkte.
00:08:12: Ich denke, dass ich genau so einen Perspektivwechsel Einfach ist, also sowas braucht es einfach.
00:08:20: Es braucht nicht irgendwelche große Aufklärungsspräche die irgendwann später mal gemacht werden wenn die Kinder in der Pubertät sind.
00:08:29: und jetzt müsste man nochmal ein Thema aufgreifen.
00:08:33: Nee das sind einfach kleine ehrliche Gespräche Antworten auch Fragen die so mitten im Leben sind.
00:08:40: am besten halt ohne Charme ohne dass man damit überfordert ist und ohne Drama.
00:08:47: Denn eins kann ich dir mit auf den Weg geben, ein Körper ist nichts was man erst später irgendwie verstehen darf.
00:08:54: Man darf zu jeder Zeit seinen Körper verstehen und neugierig bleiben.
00:09:01: Dann sind wir mal ehrlich.
00:09:02: unser Körper begleitet uns schließlich von Beginn an der es jetzt nicht irgendwie abgeschnittener und isst ein anderer Teil.
00:09:09: Ja und je früher wir anfangen darüber normal zu sprechen dass du weniger müssen wir später.
00:09:16: Naja, ich sag's mal entwirren.
00:09:19: Und du kannst mir gerne schreiben wie deine Aufklärung war.
00:09:24: Konntest du deine Fragen alle unbefangen?
00:09:26: Deinen Eltern oder deinen Lehrern stellen?
00:09:29: Oder war es ein Thema welches du am liebsten umgangen wärst und wie gehst du damit heute um?
00:09:36: Ja, ich freu mich auf deine Nachrichten, auf deine Schichten, auf den Austausch und bis zur nächsten Folge!
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